05.09.2012

Paralympics: Claudia Nicoleitzik gewinnt zwei Bronzemedaillen

Kampfrichter lassen Claudia lange zittern

Erst Vierte, dann disqualifiziert, dann wieder Vierte – und am Ende hatte Claudia Nikoleitzik eine Medaille in der Hand. Hochverdient, aber das Zustandekommen war ein kurioses Chaos.

 

Claudia Nicoleitzik hatte das Stadion eigentlich schon verlassen. Die 22-Jährige hatte sich in den Aufwärmbereich vor der Arena zurückgezogen. Im sicheren Gefühl, um eine Medaille betrogen worden zu sein.

 

Wenige Kilometer entfernt im Paralympics-Jugendlager sprang zu diesem Zeitpunkt ihre fünf Jahre jüngere Schwester Nicole auf, denn sie wusste schon, was die große Schwester noch nicht wusste: Die peinliche Posse hatte ein Happy End, die Leichtathletin Claudia Nicoleitzik hatte nach einem kaum zu glaubenden Theater der überforderten Kampfrichter tatsächlich Bronze über 200 m gewonnen.

 

Zunächst hatten die Kampfrichter fälschlicherweise die als Vierte ins Ziel gekommene Claudia disqualifiziert. Nach einem Einspruch wurde erst die Falsche der beiden Argentinierinnen disqualifizierte, schließlich die Richtige und am Ende des Tages einfach beide.

 

Für die weiteren Wettbewerbe drücken wir beiden Nicoleitzik-Schwestern weiterhin fest die Daumen und hoffen, dass sie von einem Chaos, wie im Finale des 200-Meter-Laufs verschont bleiben.

 

 

 

Daumendrücken hat gelohnt! Mit dem Gewinn ihrer zweiten Bronzemedaille hat Claudil Nicoleitzik ihre Teilnahme an den Paralympics in London gekrönt. Über 100 m kam sie fast an ihre Bestzeit heran. Bei ihrer Ehrenrunde durch das Stadion hüllte sie sich in die Deutschlandfahne mit dem Saarland-Wappen ein. So brachte sie es neben den beiden Bronzemedaillen zudem noch auf die Titelseite der Saarbrücker Zeitung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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